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Nur Worte

gegen-seitig
Veröffentlicht 28. August 2018

Gegenseitige An-Fänge

An.
– leuchten.
anleuchten.

gegen-seitig
anleuchten.
leuchten.
– An.

Und dann geht das Licht auf einer Seite wieder aus…

Aus.

 

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neue Blüte bricht. auf
Veröffentlicht 23. August 2018

Weniger

hinter den Dingen
da wirkst du noch

wenn du das
(Wirken)
(glauben)
kannst.

denn sehen wirst
du
es nicht

wenn du alles
so lässt
wie es ist

wenn du alles
so liebst
wie es ist.

Zerstöre nicht
nur um verstehen
zu wollen
wie es war
vor deiner Tat.

Dann war es
wahr
und ist
nicht mehr

dann weißt du
(mehr)
aber liebst
nicht mehr

 

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in ein ander
Veröffentlicht 2. August 2018

verkehrter Spiegel

in einander übergehen in

I  in
I  in einander
I  in einander übergehen
I  einander übergehen
I  übergehen in
I  in

_ _ _

nie  I
einander nie  I
gehen über einander nie  I
gehen über ein ander‘  I
nie gehen über  I
nie  I

nie über einander gehen nie

spiegelverkehrt

 

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öffnen. reißen. neues Nicht
Veröffentlicht 24. Juli 2018

Positiv ist eine Spitze nach vorn

Ja sagen,
wider Erwarten
wieder erwarten

heißt: Wände einreißen.

heißt auch: brechen,
brechen lassen.

den Bruch nicht zu lassen.
Aber: zulassen.

Das Gegen sein lassen,
aus dir heraus und in dich hinein.

Aufgeben
und zugleich
zugeben.

Alles geben.

Es ist Gewalt.
Neues ist Gewalt.

Gewollt?

Dein Haus stürzt ein,
wenn du dich darin entfaltest.

Willst du dein Haus sein?
Weiter und weiter?
Jetzt wie gestern?

Ein Widerspruch
wider aller Sprüche.

Willst du dein Haus sein?
(eins mit dem Bruch)

Oder kommst du
aus dir heraus?
Eins mit dem Bruch.

Es ist Gewalt.
Neues kommt mit Gewalt.

Wenn es kommt
und du dich wehrst,
Gewalt gegen dich.

Wenn es kommt
und du es ehrst,
Gewalt durch dich.
hindurch.

Dein Haus wird fallen.
Willst du stürzen?
Lass es los, gib es her.
Es macht dich schwer.

Steig über die Steine
und steig über die Steine empor.

Neues kommt.

Dein Haus ist verloren.
Du hast dein Haus verloren.

Du hast es zerstört.
Und das ist gut.

Liebe es.
Grüße es.

Danke ihm für all die schönen Stunden.
Und dann geh.

Denn Neues kommt.

 

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Wünsche
Veröffentlicht 23. Juli 2018

Wenn alle Bäume Trauer tragen
und wir das Land roden,
weil wir Ordnung haben.

Weil wir herrschen wollen.

Ordnung soll herrschen,
alles sauber sein.

Doch steril heißt:
Hier lebt nichts mehr.

Die Bäume wissen das.

 

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Kar
Veröffentlicht 24. März 2018

Blut der Blüte

Der Frost reißt an den Blüten,
der Mond beschallt den Weg
und niemand kann verhüten,
dass meine Hand nichts hegt.

Niemand kann mich kleiden
für den Sturm auf meiner Haut,
dass ich friere unter Schreien,
die niemals geben Laut.

Drum näh‘ mir ein Kleid aus Zinnien
und näh‘ mir ein Kleid aus Blut.
So kann das Jahr beginnen.
Denn Blüten bluten Mut.

 

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willentlicht
Veröffentlicht 16. März 2018

 

Willen       wandeln

 

Komm.       Entgegne.

Komm mir.       entgegen.

Entgegne,       was mir kommt.

Wandle.       was ich will.

Willentlicht.

Lass mich       mich wandeln.

Lass mich       wandeln.

Lass mich

wandeln.

 

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vorher_sehen
Veröffentlicht 26. Januar 2018

sehen,

wo nichts zu sehen ist,

wo scheinbar

nur ein Schein

verwischt.

Dort ist,

was du

vorher_sehen

sollst,

das du

lautlos

aus dem Nebel

holst.

 

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Meer – Mär – mehr – Meer
Veröffentlicht 16. Januar 2018

Das Meer der Angst

ist
die Mär der Angst
bringt
mehr der Angst
wird
das Meer der Angst
ist

Doch siehst du
im Grunde
die Idee

?

 

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Gesang ohne Form
Veröffentlicht 31. Mai 2017

 

Transformation ist lila,
dort, wo sich Rot und Blau berühren,
die Verwachsung der Pole.
Die Zwischen-Zeit,
wenn Tag Nacht wird und Nacht wieder Tag.
Kopf und Herz,
Kalt und Warm.

Dort, wo man nichts mehr benennen kann.
Wo es keine Namen gibt, kein Wort.

Denn das Wort ist es, was trennt.
Es zerkaut die Welt in verdauliche Stücke,
mit denen wir die Anderen nähren.
Es bringt uns auf einen gemeinsamen Nenner,
sodass wir wissen.
Wissen, wovon wir reden.
Wissen, worauf wir
gemeinsam
bauen können.

Wir denken
das Wort
bringt uns zusammen.

Doch das Wort ist es,
was trennt,
was uns unter-scheidet
von ein-ander,
vom Ein
vom Sein.

Es trennt
uns
vom unbewussten Leben,
von den Unschuldigen,
die nicht fragen,
die nicht bereuen.

Denn das Wort bringt die Fragen
Was bist du?
Wie ist dein Name?

Im Widerhall
von unserem Schall
erlauschen wir das Du
und formen das Ich.

Wir über-tönen
uns
gegen-seitig.

Du kannst sagen,
was du
willst.
Du kannst nie sagen,
was Lila ist
oder nicht

Nicht Blau,
nicht Rot.
Nicht warm,
nicht kalt.
Nicht schön,
nicht schlimm.

LiLa ist alles
und LiLa ist
nichts.

Lila ist das Schweigen
und Lila ist ein Schrei.

Es schmerzt,
wenn man Licht nicht
verträgt
und zugleich Furcht hat
vor dem Dunkel.
Wenn man alles trennen will,
benennen will
und verstehen.

Wenn man sich festhält
an den Linien.
Halten will,
was steht
da
und da

Li-La

Lila heilt
mit Gewalt
was wir scheiden
und bringt Unsagbares hervor.

 

Transformation ist
ohne Form
ist
Zwischenform
ist
LiLa.

Li und La
hie und da.
Nie und Ja.

Die Melodie des All_s
Das Ur und das Werden.
Das Ich und das Du.

Du da.
Sie sah.
Die da.
Li La.

Die Lösung
des Worts.

Wenn du also noch nicht schweigen kannst,
wenn du noch nicht schweben kannst,
wenn du noch nicht fassen kannst
und fließen zugleich

dann töne
dann löse
dann sei

dann sing

 

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Ausgang_punkt
Veröffentlicht 29. Mai 2017

 

Ausgang – ein Name für den Beginn und das Ende zugleich.
Und auch für das Endlose, das Unendliche.

 

Ausgang

Etwas geht von einem Punkt aus oder einer Person.
Doch da muss eine Handlung sein, eine Aktion.

Die Ausgangstür.
Etwas geht gut aus. Oder nicht.
Denn manches geht nie aus.

Wie Schall.
Wie Strahlen von einem Punkt ins Nichts.

Es kann eine Explosion sein,
es breitet sich aus.
Oder ein Flügelschlag,
entfaltet sich.
Der Schlag des Herzens,
Freude.

Wie ein Stein,
ins ruhige Wasser geworfen,
und die ringförmigen Wellen darum.
Darum – wie Warum.
Die Ursache und der Grund.

Der Grund, auf dem wir wachsen.
Der Grund aller Bewegung, allen Tuns.

Doch.
Das Doch, der Docht.
Das Licht.

Oder wovon gehst du aus?

 

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Dem Namen nach
Veröffentlicht 16. MAI 2017

Sturm der Entrüstung

Dem Namen nach
muss der
Sturm der Entrüstung
eine Friedensbewegung sein

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Ausflug am Abend
Veröffentlicht 15. MAI 2017

 

Das Lied der Amseln

Die Amseln
verstecken ihr Küken im Efeu.
Im Feuerholz unter der Plane.

Die Amseln
hetzen hin und her.
Immer wieder
bringen sie
Wort und Wurm.

Zwischen den Wegen
singen sie.

Warum

Sind die Kinder dort geborgener
als zu Hause im Nest?
Sind sie verborgener?

Ich habe einen Marder gesehen.

Kann man verborgen steigern?
Kann man geborgen steigern

Und wozu
der Gesang?

 

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in Bedrängnis
Veröffentlicht 9. MAI 2017

 

wachsen und drängen – eine Begegnung mit Großem

Ein großer Mensch, den ich bewundere. Ich will ihm helfen. Mit meinen eigenen, meinen kleinen Mitteln. Er versteht es nicht. Er sieht allein sich selbst und die Lächerlichkeit. Er holt aus.

Es ist immer die Angst, die schlägt.
Die Angst, die nur die Großen kennen. Die Angst, zu verlieren.

Die große Herausforderung liegt nicht darin, zu wachsen.
Die Herausforderung ist es, liebevoll zu bleiben. Liebevoll zu sein.

 

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Sich öffnen
Veröffentlicht 2. MAI 2017

 

Sich öffnen

Ein Schrank, der nicht schließt.
Ein Tor, das nicht öffnet.
Die Heizung gerettet, aber kein Strom.

Das Kaninchen geschlachtet
und allseits drückt der Wolf.
Die Wut, die herein will in die Fenster.

Dabei war alles friedlich,
bis die Angst sagte: Jag es davon.
Was ist es, das wir aussperren wollen?
Es sitzt schon lange da.

 

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auserwählt
Veröffentlicht 26. APRIL 2017

Heute ist ein Star gegen meine Fensterscheibe geflogen. Im Hochzeitskleid saß er unter meinem Fenster und atmete schwer. Ich dachte: Jetzt ist es geschehen. Ich fragte: Was ist zu tun?
Die innere Stimme sagte: Lass ihn.
Meine Stimme sagte: Du musst! Du musst tun. Katze, Krähe, Gehirnerschütterung. Du musst! Du musst retten.
Mein Kopf übertönte mein Herz. Ich machte mich unsicher. Also ging ich und fragte andere. Vielleicht sind sie sicherer als ich. Alle Eventualitäten wollte ich wissen. Alles, was sein könnte. Dann schaute ich aus dem Fenster. Ich schaute nach dem, was ist: Wie geht es dem Star?
Er war nicht mehr da. Ich dachte: Katze, Krähe, Gehirnerschütterung. Ich dachte: Fenster, schützen, Schuld.
Ich fühlte: Lass ihn. Alles ist gut.
Dann sah ich einen kleinen Spatz, der dort hüpfte.
Ich dachte, wie oft es uns wie diesen Vögeln geht: Mit voller Kraft gegen etwas Unsichtbares rauschen; nicht verstehen, was passiert; weitermachen.